Burrata: Wissen & schnelle Rezepte – fertig in 20 Min.
Feierabend-glücklich in 20 Minuten – inkl. Linguine mit Kirschtomaten & Basilikum

- Gesamtzeit
- 20 Min.
- Schwierigkeit
- Einfach
- Portionen
- 2
- Kalorien
- 0 kcal
Einleitung
Burrata: Käse erklärt + 5 schnelle Rezepte
Dieser Käse hat Superkräfte für die Feierabendküche: Burrata macht aus einfachen Zutaten in Minuten etwas Besonderes. Außen eine zarte Mozzarella-Hülle, innen eine Füllung aus Sahne und gezupftem Käse – Stracciatella. Warm serviert man sie nicht, aber klug kombiniert wird sie zur cremigen Komponente, die du sonst nur mit langer Sauce-Zeit bekommst.
Was ist Burrata? (Kurz erklärt in 60 Sekunden)
Burrata stammt aus Apulien im Süden Italiens. Sie wird wie Mozzarella aus Kuh- oder Büffelmilch gezogen. Der Unterschied: In die Hülle kommt Stracciatella – eine Mischung aus Sahne und feinen Mozzarellastreifen. Dadurch ist die Mitte weich, löffelbar und ausgesprochen milchig. Genau diese Textur macht Burrata zum Joker für schnelle Gerichte.
Der Geschmack ist mild, frisch, leicht buttrig. Sie passt zu Süße (Tomaten, Ofenpaprika), Bitterkeit (Rucola, Radicchio) und Säure (Zitrone, Balsamico). Das funktioniert, weil Fett und Proteine der Burrata Aromen binden und zugleich Schärfe und Säure abrunden.
Unterschied zu Mozzarella: Darum ist Burrata so cremig
Mozzarella ist gleichmäßig fest und zieht Fäden – super zum Überbacken. Burrata hat dagegen einen cremigen Kern. Er schmilzt nicht wie Käse im Ofen, sondern wird bei Raumtemperatur weich und umhüllt alles samtig. Deshalb setzt du Burrata am besten auf warme Komponenten: Pasta, Ofengemüse, Suppe. Die Restwärme macht sie streichzart, ohne dass sie sich trennt.
Burrata di Bufala wird aus Büffelmilch gemacht. Sie ist intensiver, leicht säuerlich und teurer. Für Pasta und kräftige Aromen eignet sie sich hervorragend. Für feine Vorspeisen und Salate reicht oft die Variante aus Kuhmilch.
Merke: Burrata wird nicht „mitgekocht“. Du setzt sie auf das warme Gericht und lässt die Wärme arbeiten. So bleibt die Mitte cremig und glänzend.Einkaufen, Lagern, Servieren: So holst du das Maximum aus Burrata
Worauf du beim Einkauf achtest: kurze Zutatenliste (Milch, Sahne, Salz, Lab), frisches Herstellungsdatum, elastische Hülle ohne Risse. Die Lake sollte klar sein, nicht milchig-trüb. Für Hauptgerichte kalkuliere pro Person etwa 100–125 g, für Vorspeisen 60–80 g.
Lagere Burrata im Kühlschrank in ihrer Lake, idealerweise im unteren Fach. Sie ist ein Frischeprodukt: optimal innerhalb von 2–5 Tagen nach Kauf genießen. Sobald geöffnet, am selben Tag aufbrauchen. Serviertemperatur ist entscheidend: 20–30 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank nehmen, damit der Kern weich wird.
Diese eine Sache macht den Unterschied: Burrata rechtzeitig zimmerwarm werden lassen – dann wird aus gutem Essen ein großartiges.
Wie viel Burrata pro Person? – Mengen & Planung für 1–2 Esser
Für die schnelle Feierabend-Pasta sind 1 Kugel à 200 g perfekt für 2 Personen. Teilst du die Burrata, bekommst du genug Cremigkeit für beide Teller. Bei einer Vorspeise reicht oft eine halbe Kugel für 1 Person, kombiniert mit Tomaten und gutem Olivenöl. Für einen Salat als Hauptgang nimm pro Person 100–125 g.
Haushalt mit 1–2 Essern? Plane so, dass keine Reste anfallen. Burrata schmeckt am besten frisch. Lieber eine Kugel mehr kaufen, wenn du Gäste erwartest, statt eine angebrochene Kugel „aufzuheben“.
Schnelle Feierabendideen mit Burrata (in 20 Minuten auf dem Tisch)
Du willst Abwechslung ohne Stress? Hier sind fünf Ideen, die wirklich in deinen Abend passen:
1) Linguine mit Kirschtomaten & Basilikum (siehe Rezept unten): Tomaten kurz anschwitzen, Pasta schwenken, Burrata drauf. Fertig.
2) Caprese-Variante: Bunte Cherrytomaten halbieren, mit Basilikum, Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas Balsamico mischen. Burrata obenauf, warmes Brot dazu.
3) Ofengemüse-Basis: Zucchini, Paprika und rote Zwiebel in 12–15 Minuten bei 220 °C rösten. Mit Salz, Thymian und Olivenöl würzen, Burrata mittig platzieren.
4) Cremige Tomatensuppe: Passierte Tomaten mit Schalotte und Knoblauch 10 Minuten kochen, mit Nudelwasser oder Sahne abrunden. Burrata ins Suppenteller setzen, Pfeffer drüber.
5) Warmes Spargel-Bett (Saison): Grünen Spargel in der Pfanne braten, mit Zitrone und Chiliflocken abschmecken. Burrata darauf, dazu geröstete Mandeln.
Rezept: Linguine mit Kirschtomaten, Basilikum & Burrata
So geht’s schnell und sicher: Während die Pasta kocht, entstehen in der Pfanne die süß-säuerlichen Tomaten. Minze? Nett. Aber Basilikum passt hier perfekt, weil er die milchige Frische der Burrata aufgreift. Eine Messerspitze Chiliflocken bringt Spannung, Zitronenabrieb macht alles hell. Die Burrata kommt erst beim Anrichten ins Spiel und verbindet sich mit der warmen Pasta zur Sauce – ganz ohne Rahm.
Zeitfenster: 8 Minuten Vorbereitung, 12 Minuten Kochen. Wichtig ist das Timing: Tomaten erst anrösten, wenn das Nudelwasser kocht. Hebe dir 80–100 ml Nudelwasser auf – das ist dein Bindemittel. Parmesan ist optional, wenn du es kräftiger magst.
Burrata am Wochenende: 2 Gerichte mit echtem Wow-Effekt
Wenn du Gäste hast oder dich selbst feiern willst: 1) Gerstotto (Orzotto) mit Zitrone und Spinat. Perlgerste in Brühe cremig köcheln, mit Zitronenabrieb und jungem Spinat vollenden, Burrata obenauf. 2) Ofenrisotto mit Kirschtomaten: Reis im Ofen garen, Tomaten zum Schluss kurz mitschmoren, Burrata mittig platzieren und mit Basilikum-Öl beträufeln. Beides braucht kaum aktive Zeit.
Burrata kombinieren: Welche Beilagen, Gemüsesorten und Aromen passen?
Perfekte Partner: Tomaten in allen Formen, gegrillter Spargel, Spinat, Zucchini, Aubergine, geröstete Paprika, Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Thymian. Säurequellen: Zitrone, heller Balsamico. Crunch: geröstete Pinienkerne oder Mandeln. Brot? Unbedingt – Ciabatta oder knuspriges Sauerteigbrot, um die Stracciatella aufzunehmen.
Gewürze dürfen sparsam, aber gezielt sein: grober Pfeffer, Meersalz, eine Prise Chiliflocken. Olivenöl ist nicht Garnitur, sondern Geschmacksträger – nimm ein fruchtiges, nicht zu bitteres Öl.
Häufige Fehler mit Burrata (und wie du sie vermeidest)
Der Klassiker: Zu kalt serviert. Lass die Kugel rechtzeitig Temperatur annehmen, sonst bleibt die Mitte fest. Zweitens: Burrata kochen oder überbacken. Das trennt Fett und Flüssigkeit – die Creme wird wässrig. Drittens: Zu viel Säure. Zitrone und Balsamico sind toll, aber in Tropfen, nicht in Schüben. Viertens: Salz vergessen. Milde Käse brauchen klare Würze – direkt auf die Burrata mit einer Prise Meersalz.
Und noch wichtig: Tomaten vorher salzen? Ja, aber erst in der Pfanne. Salz entzieht rohen Tomaten Wasser und macht sie wässrig, bevor sie Röstaromen bekommen.
Nährwerte pro Portion (Pasta-Rezept)
Richtwerte, je nach Marke und Nudelsorte: Energie ca. 760 kcal; Kohlenhydrate 75 g; Eiweiß 28 g; Fett 36 g (davon gesättigt 17 g); Ballaststoffe 6 g; Salz 1,6 g. Das Gericht ist sättigend, aber nicht schwer – die Cremigkeit kommt aus Burrata und emulgiertem Olivenöl, nicht aus Sahne.
FAQ zu Burrata: Zubereitung, Haltbarkeit & Sicherheit
Wie isst man Burrata richtig – als Vorspeise oder Hauptgericht? Beides. Als Vorspeise mit Tomaten und Brot, als Hauptgericht auf Pasta, Ofengemüse oder cremiger Suppe. Kann man Burrata erhitzen? Nicht kochen oder überbacken. Nur auf warme Speisen setzen. Wie lange ist Burrata haltbar? Ungeöffnet meist 2–5 Tage ab Kauf, in Lake gekühlt. Geöffnet am selben Tag verbrauchen. Welche Burrata passt zu was? Kuhmilch für milde Kombis, Büffel für kräftige Aromen.
Zubereitung
- 1
Tomaten halbieren, Schalotte fein würfeln, Knoblauch hacken, Basilikum zupfen und Zitrone abreiben. Burrata aus dem Kühlschrank nehmen. Einen großen Topf mit 2 l Wasser aufsetzen.
- 2
Wasser kräftig salzen (12 g), Linguine nach Packungsangabe al dente kochen (ca. 8–9 Min.). Vor dem Abgießen 100 ml Nudelwasser abnehmen.
- 3
Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Schalotte 2 Minuten glasig dünsten, Knoblauch 30 Sekunden mitgehen lassen, Chiliflocken kurz anrösten.
- 4
Kirschtomaten in die Pfanne geben und 3–4 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren, bis sie Saft lassen und leicht aufplatzen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronenabrieb würzen.
- 5
Abgegossene Linguine mit 80–100 ml Nudelwasser in die Pfanne geben und 1 Minute schwenken, bis sich eine sämige Sauce bildet. Optional Parmesan untermischen.
- 6
Pasta auf zwei Teller verteilen. Burrata mittig setzen und oben kreuzweise einschneiden. Mit etwas Olivenöl beträufeln, Pfeffer darüber mahlen.
- 7
Basilikumblätter über die Teller streuen und sofort servieren. Bei Bedarf mit einer Prise Salz nachschmecken.
Tipps vom Koch
- Burrata 20–30 Minuten vor dem Essen temperieren – so wird die Mitte perfekt cremig.
- Hebe Nudelwasser ab: Die Stärke bindet Olivenöl und Tomatensaft zu einer sämigen Sauce.
- Tomaten erst in der Pfanne salzen, damit sie Röstaromen entwickeln, statt wässrig zu werden.
- Kein Kochen der Burrata: Sie trennt sonst in Fett und Molke. Immer erst beim Anrichten hinzufügen.
- Für 1 Person halbiere alle Mengen. Eine 125–150 g Burrata reicht dann als Hauptgericht.
- Variiere Kräuter nach Saison: Im Herbst Thymian, im Frühling Minze zu Spargel.
- Für mehr Tiefe 1 TL Kapern oder ein paar Oliven kurz mit den Tomaten schmoren.
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